Abfallmanagement beschreibt die Planung, Vermeidung, Trennung, Verwertung und Entsorgung von Abfällen in Unternehmen. Ziel ist es, Ressourcen effizienter zu nutzen, Entsorgungskosten zu senken und gesetzliche Anforderungen einzuhalten.
Die Ablauforganisation beschreibt, wie Aufgaben, Prozesse und Arbeitsschritte innerhalb eines Unternehmens organisiert sind. Sie legt fest, wie Informationen fließen, Entscheidungen vorbereitet werden und Tätigkeiten sinnvoll miteinander verbunden sind.
Aktivitätsdaten sind messbare Unternehmensdaten, die für Berechnungen im Nachhaltigkeitsmanagement genutzt werden. Bei einer CO2 Bilanz sind das zum Beispiel Stromverbrauch, Kraftstoffmengen, gefahrene Kilometer, Einkaufsdaten oder Abfallmengen.
Arbeitssicherheit umfasst alle Maßnahmen, die Arbeitsunfälle, Gesundheitsgefahren und arbeitsbedingte Belastungen vermeiden sollen. Dazu gehören Gefährdungsbeurteilungen, Unterweisungen, Betriebsanweisungen, Schutzmaßnahmen und klare Verantwortlichkeiten.
Ein Audit ist eine systematische Prüfung von Prozessen, Managementsystemen oder Nachweisen anhand definierter Anforderungen. Es dient dazu, Schwachstellen zu erkennen, Konformität nachzuweisen und Verbesserungen abzuleiten.
Auditfähigkeit bedeutet, dass Prozesse, Daten, Dokumentationen und Verantwortlichkeiten so aufgebaut sind, dass sie durch eine interne oder externe Prüfung nachvollzogen werden können. Ein Unternehmen ist auditfähig, wenn Anforderungen nicht nur beschrieben, sondern auch belegt und praktisch umgesetzt sind.
Die Aufbauorganisation beschreibt die Struktur eines Unternehmens. Sie legt fest, welche Bereiche, Rollen, Verantwortlichkeiten und Berichtslinien bestehen.
Eine Ausschreibung ist ein formales Verfahren, bei dem Unternehmen Angebote für Leistungen, Produkte oder Projekte einreichen. Auftraggeber nutzen Ausschreibungen, um Anbieter vergleichbar zu bewerten und Aufträge transparent zu vergeben.
Biodiversität beschreibt die Vielfalt des Lebens. Dazu gehören die Vielfalt von Arten, Lebensräumen und genetischen Eigenschaften innerhalb von Pflanzen, Tieren und Mikroorganismen.
Biodiversitätsschutz umfasst Maßnahmen, die biologische Vielfalt erhalten, schützen oder wiederherstellen. Ziel ist es, Lebensräume zu sichern, Artenverlust zu vermeiden und natürliche Ökosysteme langfristig funktionsfähig zu halten.
Eine Betriebsanweisung beschreibt konkrete Verhaltensregeln für sichere Arbeitsabläufe, Tätigkeiten oder den Umgang mit Gefahrstoffen und Arbeitsmitteln. Sie ist ein wichtiges Instrument im Arbeitsschutz und hilft, Risiken im Arbeitsalltag zu reduzieren.
Berichtspflicht bedeutet, dass Unternehmen verpflichtet sind, bestimmte Informationen regelmäßig offenzulegen. Im Nachhaltigkeitskontext betrifft das vor allem Angaben zu Umwelt, Sozialem, Unternehmensführung, Risiken, Kennzahlen und Maßnahmen.
BREEAM steht für Building Research Establishment Environmental Assessment Method. Es ist ein internationales Bewertungssystem für nachhaltige Gebäude und wird genutzt, um ökologische, soziale und wirtschaftliche Qualitäten von Immobilien zu bewerten.
Die Brundtland Kommission war eine Weltkommission der Vereinten Nationen für Umwelt und Entwicklung. Sie prägte 1987 die bekannte Definition nachhaltiger Entwicklung als Entwicklung, die die Bedürfnisse der Gegenwart erfüllt, ohne die Möglichkeiten künftiger Generationen zu gefährden.
B Corp ist eine Zertifizierung für Unternehmen, die soziale und ökologische Verantwortung mit wirtschaftlichem Handeln verbinden. Bewertet werden unter anderem Unternehmensführung, Mitarbeitende, Umwelt, Kunden und gesellschaftliche Wirkung.
Die Bilanzgrenze legt fest, welche Standorte, Aktivitäten, Prozesse oder Emissionsquellen in eine CO2 Bilanz einbezogen werden. Sie ist entscheidend dafür, dass Ergebnisse nachvollziehbar, vergleichbar und transparent sind.
Carbon Accounting beschreibt die systematische Erfassung, Berechnung und Auswertung von Treibhausgasemissionen. Ziel ist es, Emissionen transparent darzustellen und als Grundlage für Klimaziele, Berichte und Reduktionsmaßnahmen zu nutzen.
Das Carbon Disclosure Project, kurz CDP, ist eine internationale Plattform zur Offenlegung von Umwelt und Klimadaten. Unternehmen berichten dort unter anderem über Emissionen, Klimaziele, Risiken und Maßnahmen.
Der Carbon Footprint beschreibt die Treibhausgasemissionen, die durch ein Unternehmen, Produkt, Projekt oder eine Aktivität entstehen. Er wird meist in CO2 Äquivalenten angegeben, damit unterschiedliche Treibhausgase vergleichbar werden.
CBAM steht für Carbon Border Adjustment Mechanism. Der CO2 Grenzausgleichsmechanismus der EU betrifft emissionsintensive Waren und soll sicherstellen, dass importierte Produkte vergleichbaren CO2 Kosten unterliegen wie Produkte innerhalb der EU.
CCF ist die Abkürzung für Corporate Carbon Footprint. Gemeint ist die CO2 Bilanz eines Unternehmens, die Emissionen aus Geschäftstätigkeit, Energieverbrauch und Wertschöpfungskette erfasst.
Circular Economy bedeutet Kreislaufwirtschaft. Ziel ist es, Produkte, Materialien und Ressourcen möglichst lange im Wirtschaftskreislauf zu halten, Abfälle zu vermeiden und Rohstoffe effizienter zu nutzen.
Eine CO2 Bilanz erfasst die Treibhausgasemissionen eines Unternehmens, Produkts oder Projekts innerhalb festgelegter Systemgrenzen. Sie schafft Transparenz über Emissionsquellen und bildet die Grundlage für Reduktion, Berichterstattung und Klimastrategien.
CO2 Äquivalente, kurz CO2e, machen unterschiedliche Treibhausgase vergleichbar. Dabei werden Gase wie Methan oder Lachgas anhand ihrer Klimawirkung in eine gemeinsame Einheit umgerechnet.
CO2 und THG Emissionen beschreiben die Freisetzung von Kohlendioxid und weiteren Treibhausgasen in die Atmosphäre. Neben CO2 gehören dazu unter anderem Methan, Lachgas und fluorierte Gase.
Der Corporate Carbon Footprint beschreibt die gesamten Treibhausgasemissionen eines Unternehmens innerhalb definierter Systemgrenzen. Er dient als Grundlage für Nachhaltigkeitsberichte, ESG Ratings, Kundenanforderungen und Klimastrategien.
Corporate Governance beschreibt die Regeln, Strukturen und Kontrollmechanismen einer verantwortungsvollen Unternehmensführung. Dazu gehören Transparenz, klare Zuständigkeiten, Risikomanagement und rechtssicheres Verhalten.
Corporate Responsibility beschreibt die umfassende Verantwortung eines Unternehmens für seine Auswirkungen auf Gesellschaft, Umwelt und Wirtschaft. Der Begriff wird häufig als Oberbegriff für soziale, ökologische und ethische Verantwortung verwendet.
Corporate Social Responsibility beschreibt die gesellschaftliche Verantwortung von Unternehmen für soziale, ökologische und wirtschaftliche Auswirkungen. CSR umfasst Maßnahmen, mit denen Unternehmen Verantwortung über gesetzliche Mindestanforderungen hinaus übernehmen.
CSRD steht für Corporate Sustainability Reporting Directive. Die EU Richtlinie regelt, welche Unternehmen über Nachhaltigkeit berichten müssen und welche Informationen zu Umwelt, Sozialem und Unternehmensführung offengelegt werden sollen.
CSDDD steht für Corporate Sustainability Due Diligence Directive. Die EU Richtlinie regelt unternehmerische Sorgfaltspflichten entlang der Lieferkette und betrifft vor allem Menschenrechte und Umweltaspekte.
Datenqualität beschreibt, wie vollständig, korrekt, nachvollziehbar und aktuell Daten sind. Im Nachhaltigkeitsmanagement ist sie entscheidend, damit CO2 Bilanzen, ESG Kennzahlen und Berichte belastbar sind.
Dekarbonisierung beschreibt die schrittweise Reduktion von CO2 Emissionen in Unternehmen, Prozessen oder Produkten. Ziel ist es, fossile Energieträger zu verringern und klimawirksame Emissionen dauerhaft zu senken.
DGNB steht für Deutsche Gesellschaft für Nachhaltiges Bauen. Im Unternehmensalltag ist meist das DGNB Zertifizierungssystem gemeint, mit dem Gebäude, Quartiere und Innenräume nach Nachhaltigkeitskriterien bewertet werden.
DNK steht für Deutscher Nachhaltigkeitskodex. Er ist ein Berichtsrahmen, mit dem Unternehmen ihre Nachhaltigkeitsleistung strukturiert darstellen können.
DNSH steht für Do No Significant Harm. Die Kriterien sollen sicherstellen, dass eine wirtschaftliche Tätigkeit keinem Umweltziel erheblich schadet.
DPP steht für Digital Product Passport. Der digitale Produktpass soll künftig produktbezogene Informationen zu Materialien, Reparatur, Recycling und Umweltmerkmalen digital verfügbar machen und ist eng mit der ESPR verbunden.
Doppelte Wesentlichkeit bedeutet, dass Nachhaltigkeitsthemen aus zwei Perspektiven bewertet werden. Betrachtet werden die Auswirkungen des Unternehmens auf Umwelt und Gesellschaft sowie finanzielle Risiken und Chancen für das Unternehmen.
Due Diligence bezeichnet eine sorgfältige Prüfung von Risiken, Pflichten und Auswirkungen eines Unternehmens oder Vorhabens. Im Nachhaltigkeitskontext geht es häufig um menschenrechtliche, ökologische oder lieferkettenbezogene Sorgfaltspflichten.
EcoVadis ist eine Plattform zur Bewertung der Nachhaltigkeitsleistung von Unternehmen. Bewertet werden unter anderem Umwelt, Arbeitsbedingungen, Ethik und nachhaltige Beschaffung.
EMAS steht für Eco Management and Audit Scheme. Es ist ein freiwilliges europäisches Umweltmanagementsystem, mit dem Unternehmen ihre Umweltleistung systematisch verbessern und transparent berichten können.
Ein Emissionsfaktor gibt an, wie viele Treibhausgasemissionen durch eine bestimmte Aktivität entstehen. In der CO2 Bilanz wird er genutzt, um Aktivitätsdaten wie Stromverbrauch, Kraftstoffmengen oder Transportkilometer in CO2 Äquivalente umzurechnen.
EmpCo steht für „Empowering Consumers for the Green Transition“ und bezeichnet die EU Richtlinie 2024/825 gegen irreführende Nachhaltigkeitskommunikation. Sie soll Greenwashing verhindern und verlangt, dass Umwelt und Nachhaltigkeitsaussagen von Unternehmen klar, belegbar und nachvollziehbar sind.
Ein Energieaudit ist eine systematische Analyse des Energieverbrauchs eines Unternehmens. Ziel ist es, Einsparpotenziale zu erkennen und Maßnahmen zur Verbesserung der Energieeffizienz abzuleiten.
Energieeffizienz beschreibt das Verhältnis zwischen eingesetzter Energie und erzieltem Nutzen. Unternehmen verbessern ihre Energieeffizienz, wenn sie mit weniger Energie denselben oder einen höheren Output erreichen.
Ein Energiemanagementsystem ist ein strukturierter Ansatz zur Erfassung, Steuerung und Verbesserung von Energieverbräuchen im Unternehmen. Häufig wird es nach ISO 50001 aufgebaut und für Audits oder Zertifizierungen genutzt.
Erneuerbare Energien stammen aus Quellen, die sich natürlich erneuern oder dauerhaft verfügbar sind. Dazu gehören Sonnenenergie, Windenergie, Wasserkraft, Biomasse und Geothermie.
ESG steht für Environment, Social und Governance. Der Begriff beschreibt Umwelt, Soziales und Unternehmensführung als zentrale Bewertungsbereiche für nachhaltiges Wirtschaften.
Ein ESG Rating bewertet, wie ein Unternehmen in den Bereichen Umwelt, Soziales und Unternehmensführung aufgestellt ist. Solche Bewertungen werden von Kunden, Banken, Investoren oder Ratingplattformen genutzt.
Ein ESG Score ist ein Bewertungswert, der die Nachhaltigkeitsleistung eines Unternehmens zusammenfasst. Typische Kennzahlen betreffen zum Beispiel CO2 Emissionen, Energieverbrauch, Arbeitssicherheit, Governance oder den Gender Pay Gap.
ESPR steht für Ecodesign for Sustainable Products Regulation. Die EU Verordnung legt Anforderungen an nachhaltigere Produkte fest, etwa zu Haltbarkeit, Reparierbarkeit, Ressourceneffizienz, Recyclingfähigkeit und digitalen Produktpässen.
ESRS steht für European Sustainability Reporting Standards. Die Standards legen fest, welche Nachhaltigkeitsinformationen Unternehmen im Rahmen der CSRD berichten müssen.
EUDR steht für European Deforestation Regulation. Die EU Entwaldungsverordnung betrifft bestimmte Rohstoffe und Produkte wie Holz, Kakao, Kaffee, Soja, Rind, Palmöl und Kautschuk und verpflichtet Unternehmen zu entwaldungsfreien Lieferketten.
Die EU Taxonomie ist ein Klassifikationssystem für ökologisch nachhaltige Wirtschaftstätigkeiten. Sie definiert, wann eine Aktivität als nachhaltig gelten kann und welche Anforderungen dafür erfüllt sein müssen.
Der European Green Deal ist die Wachstums und Klimastrategie der Europäischen Union. Ziel ist es, Europa bis 2050 klimaneutral zu machen und Wirtschaft, Energie, Mobilität und Industrie entsprechend umzubauen.
Eine Fachkraft für Arbeitssicherheit unterstützt Unternehmen dabei, Arbeitsschutz gesetzeskonform und wirksam umzusetzen. Sie berät zu Gefährdungen, Schutzmaßnahmen, Unterweisungen und der sicheren Gestaltung von Arbeitsplätzen.
Förderfähigkeit beschreibt, ob ein Vorhaben die Voraussetzungen eines Förderprogramms erfüllt. Entscheidend sind unter anderem Zielsetzung, Projektinhalt, Unternehmensgröße, Standort, Kostenstruktur und Zeitpunkt des Projektbeginns.
Fördermittel sind finanzielle Unterstützungen von Bund, Ländern oder der EU für Unternehmen, Kommunen oder Organisationen. Sie können als Zuschüsse, Darlehen oder andere Finanzierungsinstrumente bereitgestellt werden.
Ein Förderprogramm legt fest, welche Vorhaben finanziell unterstützt werden und welche Bedingungen dafür gelten. Es beschreibt Zielgruppe, Fördergegenstand, Förderhöhe, Fristen und Nachweispflichten.
Die Förderquote gibt an, welcher Anteil der förderfähigen Kosten durch ein Förderprogramm übernommen wird. Sie wird meist in Prozent angegeben und hängt vom Programm, der Unternehmensgröße und dem Projektinhalt ab.
Ein Forschungs und Entwicklungsvorhaben beschreibt ein Projekt, bei dem neue Produkte, Prozesse, Technologien oder Dienstleistungen entwickelt werden. Solche Vorhaben sind häufig förderfähig, wenn sie technisch anspruchsvoll, innovativ und mit Entwicklungsrisiken verbunden sind.
FuE steht für Forschung und Entwicklung. Gemeint sind systematische Aktivitäten zur Gewinnung neuer Erkenntnisse oder zur Entwicklung neuer Produkte, Verfahren, Technologien oder Dienstleistungen.
Der Begriff Fußabdruck beschreibt die Auswirkungen einer Aktivität, eines Produkts, eines Unternehmens oder einer Organisation auf Umwelt oder Gesellschaft. Im Klimakontext wird damit häufig der Carbon Footprint oder CO2 Fußabdruck gemeint.
Eine Gefährdungsbeurteilung ist die systematische Ermittlung und Bewertung von Risiken am Arbeitsplatz. Sie bildet die Grundlage für geeignete Schutzmaßnahmen, Unterweisungen und eine sichere Arbeitsorganisation.
Der Gender Pay Gap beschreibt den Unterschied zwischen den durchschnittlichen Entgelten von Frauen und Männern. Im ESG Kontext ist er eine wichtige Kennzahl für Gleichstellung, faire Vergütung und soziale Nachhaltigkeit.
Das GHG Protocol ist ein international anerkannter Standard zur Bilanzierung von Treibhausgasemissionen. Es definiert unter anderem Scope 1, Scope 2 und Scope 3 und wird häufig für Corporate Carbon Footprints genutzt.
Die Global Reporting Initiative, kurz GRI, stellt international verbreitete Standards für Nachhaltigkeitsberichte bereit. Unternehmen nutzen GRI, um ihre ökologischen, sozialen und wirtschaftlichen Auswirkungen strukturiert offenzulegen.
Governance beschreibt Regeln, Strukturen und Prozesse einer verantwortungsvollen Unternehmensführung. Dazu gehören klare Zuständigkeiten, Transparenz, Compliance, Risikomanagement und wirksame Kontrollmechanismen.
Greenwashing bezeichnet eine irreführende Darstellung von Produkten, Leistungen oder Unternehmen als nachhaltiger, als sie tatsächlich sind. Es entsteht häufig durch unklare Aussagen, fehlende Nachweise oder überzogene Nachhaltigkeitsversprechen.
Die GRI Standards sind ein Rahmenwerk für die Nachhaltigkeitsberichterstattung. Sie helfen Unternehmen, relevante Nachhaltigkeitsthemen, Kennzahlen und Auswirkungen nachvollziehbar darzustellen.
Grundbetreuung beschreibt im Arbeitsschutz die regelmäßige sicherheitstechnische und arbeitsmedizinische Betreuung eines Unternehmens. Der Umfang richtet sich unter anderem nach Branche, Betriebsgröße und Gefährdungspotenzial.
Impact beschreibt die Wirkung, die ein Unternehmen, Projekt oder eine Maßnahme auf Umwelt, Gesellschaft oder Wirtschaft hat. Im Nachhaltigkeitskontext geht es darum, nicht nur Aktivitäten zu beschreiben, sondern deren tatsächliche Auswirkungen sichtbar zu machen.
Impact Investing bezeichnet Investitionen, die neben einer finanziellen Rendite auch eine messbare positive Wirkung auf Umwelt oder Gesellschaft erzielen sollen. Beispiele sind Investitionen in erneuerbare Energien, soziale Infrastruktur oder nachhaltige Geschäftsmodelle.
Indirekte Emissionen entstehen nicht direkt im Unternehmen, sondern durch eingekaufte Energie oder entlang der Wertschöpfungskette. Dazu gehören zum Beispiel Strombezug, Transporte, eingekaufte Waren, Dienstreisen oder die Nutzung verkaufter Produkte.
Ein Innovationsprojekt ist ein strukturiertes Vorhaben zur Entwicklung neuer Produkte, Prozesse, Technologien oder Geschäftsmodelle. Solche Projekte sind häufig mit technischen oder wirtschaftlichen Risiken verbunden und können unter bestimmten Voraussetzungen förderfähig sein.
ISO 9001 ist eine internationale Norm für Qualitätsmanagementsysteme. Sie unterstützt Unternehmen dabei, Prozesse zu strukturieren, Qualität nachvollziehbar zu sichern und Kundenerwartungen zuverlässig zu erfüllen.
ISO 14001 ist eine internationale Norm für Umweltmanagementsysteme. Sie unterstützt Unternehmen dabei, Umweltaspekte systematisch zu erfassen, Umweltziele festzulegen und Umweltmanagement dauerhaft im Betrieb zu verankern.
ISO 14064 ist eine Normenreihe zur Bilanzierung, Berichterstattung und Prüfung von Treibhausgasemissionen auf Organisationsebene. Sie wird häufig für CO2 Bilanzen und deren Verifizierung genutzt.
ISO 14067 ist eine internationale Norm für Product Carbon Footprints. Sie beschreibt Anforderungen an die Berechnung und Berichterstattung der Treibhausgasemissionen eines Produkts über definierte Lebenszyklusphasen.
ISO 27001 ist eine internationale Norm für Informationssicherheitsmanagementsysteme. Sie hilft Unternehmen, Informationssicherheit strukturiert zu steuern, Risiken zu bewerten und sensible Daten besser zu schützen.
ISO 45001 ist eine internationale Norm für Managementsysteme für Sicherheit und Gesundheit bei der Arbeit. Sie unterstützt Unternehmen dabei, Arbeitsrisiken systematisch zu reduzieren, Arbeitsschutz zu strukturieren und sichere Arbeitsbedingungen zu schaffen.
ISO 50001 ist eine internationale Norm für Energiemanagementsysteme. Sie hilft Unternehmen, Energieverbräuche systematisch zu erfassen, Einsparpotenziale zu identifizieren und Energieeffizienz kontinuierlich zu verbessern.
Kennzahlen sind messbare Werte, mit denen Unternehmen Entwicklungen, Leistungen oder Zielerreichung bewerten können. Im Nachhaltigkeitskontext gehören dazu zum Beispiel Energieverbrauch, CO2 Emissionen, Abfallmengen, Arbeitsunfälle oder der Gender Pay Gap.
Klimaanpassungsmaßnahmen sind Maßnahmen, mit denen sich Unternehmen auf Folgen des Klimawandels vorbereiten. Dazu gehören zum Beispiel Hitzeschutz, Starkregenvorsorge, Anpassung von Gebäuden, Notfallpläne oder robuste Lieferketten.
Eine Klimabilanz erfasst die Treibhausgasemissionen eines Unternehmens, Produkts, Projekts oder einer Organisation. Der Begriff wird häufig synonym zur CO2 Bilanz verwendet, umfasst aber grundsätzlich alle relevanten Treibhausgase.
Klimaneutralität bedeutet, dass verursachte Treibhausgasemissionen bilanziert, reduziert und verbleibende Emissionen ausgeglichen werden. Der Begriff wird zunehmend kritisch betrachtet, weil Aussagen dazu klar belegt und transparent kommuniziert werden müssen.
Klimarisiken sind Risiken, die durch den Klimawandel oder durch den Übergang zu einer klimafreundlicheren Wirtschaft entstehen. Dazu gehören physische Risiken wie Hitze oder Starkregen sowie transitorische Risiken durch Regulierung, Marktveränderungen oder steigende CO2 Kosten.
Eine Klimastrategie beschreibt, wie ein Unternehmen seine Treibhausgasemissionen systematisch erfassen, reduzieren und steuern will. Grundlage ist meist eine CO2 Bilanz, aus der Ziele, Maßnahmen und Prioritäten abgeleitet werden.
Klimawandel beschreibt die langfristige Veränderung des Klimas durch natürliche Prozesse und menschliche Einflüsse. Im Unternehmenskontext sind vor allem steigende Temperaturen, Extremwetter, regulatorische Anforderungen und veränderte Marktbedingungen relevant.
Kompensation bedeutet, verbleibende Treibhausgasemissionen durch Klimaschutzprojekte auszugleichen. Sie ersetzt keine Emissionsreduktion und sollte nur für Emissionen genutzt werden, die aktuell nicht vermeidbar sind.
Kreislaufwirtschaft beschreibt ein Wirtschaftssystem, in dem Produkte, Materialien und Ressourcen möglichst lange genutzt, wiederverwendet, repariert oder recycelt werden. Ziel ist es, Abfälle zu vermeiden und den Verbrauch neuer Rohstoffe zu reduzieren.
KMU steht für kleine und mittlere Unternehmen. Nach EU Definition gelten Unternehmen als KMU, wenn sie weniger als 250 Mitarbeitende beschäftigen und entweder höchstens 50 Millionen Euro Jahresumsatz erzielen oder eine Jahresbilanzsumme von höchstens 43 Millionen Euro aufweisen.
Eine Lebenszyklusanalyse oder eine Life Cycle Analysis (LCA) bewertet die Umweltwirkungen eines Produkts über definierte Lebenszyklusphasen hinweg. Dazu gehören zum Beispiel Rohstoffgewinnung, Herstellung, Transport, Nutzung und Entsorgung.
LkSG steht für Lieferkettensorgfaltspflichtengesetz. Es verpflichtet bestimmte Unternehmen, menschenrechtliche und umweltbezogene Risiken in ihren Lieferketten zu berücksichtigen.
Die Lieferkette umfasst alle vorgelagerten und nachgelagerten Schritte, die zur Herstellung, Lieferung, Nutzung und Entsorgung eines Produkts oder einer Dienstleistung gehören. Im Nachhaltigkeitskontext geht es dabei häufig um Umweltwirkungen, Menschenrechte, Arbeitsbedingungen und Transparenz.
Lieferkettensorgfaltspflicht beschreibt die Verantwortung von Unternehmen, menschenrechtliche und ökologische Risiken in ihren Lieferketten zu erkennen, zu bewerten und angemessen zu adressieren. Sie ist besonders relevant bei Lieferantenbewertung, Risikomanagement und Nachhaltigkeitsberichterstattung.
Eine Lieferantenbewertung beurteilt Lieferanten anhand definierter Kriterien wie Qualität, Zuverlässigkeit, Kosten, Umweltleistung, Arbeitsbedingungen oder Compliance. Im ESG Kontext werden zunehmend Nachhaltigkeitskriterien in die Bewertung aufgenommen.
Ein Lieferantenaudit ist eine systematische Prüfung eines Lieferanten anhand festgelegter Anforderungen. Dabei können unter anderem Qualität, Umweltmanagement, Arbeitsschutz, soziale Standards oder Nachhaltigkeitsnachweise bewertet werden.
Luotse ist ein von Texulting genutzter Ansatz zur strukturierten Erfassung und Steuerung von Unternehmenspflichten. Ziel ist es, rechtliche, normative und interne Anforderungen verständlich aufzubereiten, Zuständigkeiten festzulegen und Pflichten im Unternehmen wirksam umzusetzen.
Ein Managementsystem beschreibt strukturierte Regeln, Prozesse und Verantwortlichkeiten, mit denen Unternehmen bestimmte Themen systematisch steuern. Beispiele sind Qualitätsmanagement, Umweltmanagement, Energiemanagement, Arbeitsschutz oder Informationssicherheit.
Materialität beschreibt, welche Themen für ein Unternehmen oder seine Stakeholder wesentlich sind. Im Nachhaltigkeitskontext wird häufig geprüft, welche ökologischen, sozialen oder wirtschaftlichen Auswirkungen besonders relevant sind.
Ein Maßnahmenplan beschreibt konkrete Schritte, Verantwortlichkeiten, Fristen und Ressourcen zur Umsetzung definierter Ziele. Im Nachhaltigkeitsmanagement hilft er, aus Analysen und Strategien praktische Umsetzung zu machen.
Eine Minderungsmaßnahme ist eine Maßnahme, die negative Auswirkungen oder Risiken reduziert. Im Klimakontext sind damit häufig Maßnahmen gemeint, die Treibhausgasemissionen verringern oder Klimarisiken begrenzen.
Mobilitätsemissionen sind Treibhausgasemissionen, die durch Dienstreisen, Fuhrpark, Pendelwege oder Transportbewegungen entstehen. Sie können je nach Bilanzumfang in Scope 1, Scope 2 oder Scope 3 einer CO2 Bilanz fallen.
Monitoring bezeichnet die regelmäßige Erfassung, Überwachung und Auswertung von Daten oder Maßnahmen. Im Nachhaltigkeitsmanagement dient es dazu, Fortschritte sichtbar zu machen und Zielerreichung nachvollziehbar zu steuern.
Nachhaltigkeit beschreibt ein Handeln, das ökologische, soziale und wirtschaftliche Aspekte miteinander verbindet. Ziel ist es, heutige Bedürfnisse zu erfüllen, ohne die Lebensgrundlagen und Handlungsmöglichkeiten zukünftiger Generationen zu gefährden.
Ein Nachhaltigkeitsbericht stellt dar, wie ein Unternehmen mit Umwelt, sozialen Themen und Unternehmensführung umgeht. Er enthält relevante Themen, Kennzahlen, Ziele und Maßnahmen und wird häufig nach Standards wie GRI, VSME oder ESRS erstellt.
Nachhaltigkeitsberichterstattung beschreibt die strukturierte Offenlegung von Nachhaltigkeitsinformationen durch Unternehmen. Dazu gehören Angaben zu Umwelt, Sozialem, Governance, Risiken, Auswirkungen, Zielen und Maßnahmen.
Nachhaltigkeitskennzahlen sind messbare Werte, mit denen Unternehmen ihre ökologische, soziale oder wirtschaftliche Leistung bewerten. Beispiele sind CO2 Emissionen, Energieverbrauch, Abfallmengen, Arbeitsunfälle oder der Gender Pay Gap.
Nachhaltigkeitsmanagement beschreibt die systematische Steuerung von Nachhaltigkeit im Unternehmen. Es verbindet Ziele, Maßnahmen, Verantwortlichkeiten, Kennzahlen und Prozesse, damit Nachhaltigkeit nicht nur berichtet, sondern umgesetzt wird.
Eine Nachhaltigkeitsstrategie legt fest, welche Nachhaltigkeitsthemen für ein Unternehmen wichtig sind und wie diese bearbeitet werden. Sie verbindet langfristige Ziele mit konkreten Maßnahmen, Zuständigkeiten und Kennzahlen.
Ein Nachhaltigkeitsziel beschreibt einen angestrebten Zustand oder eine konkrete Verbesserung im Bereich Nachhaltigkeit. Beispiele sind die Reduktion von CO2 Emissionen, geringerer Energieverbrauch, weniger Abfall oder bessere Arbeitssicherheit.
Net Zero bedeutet, dass die verbleibenden Treibhausgasemissionen eines Unternehmens durch dauerhafte Emissionsminderungen und den Ausgleich nicht vermeidbarer Restemissionen auf netto null gebracht werden. Der Fokus liegt dabei zuerst auf der tatsächlichen Reduktion von Emissionen.
Eine Norm ist ein dokumentierter Standard, der Anforderungen, Regeln oder Empfehlungen für bestimmte Prozesse, Produkte oder Managementsysteme festlegt. Beispiele sind ISO 9001 für Qualitätsmanagement, ISO 14001 für Umweltmanagement und ISO 50001 für Energiemanagement.
Offenlegung bedeutet, dass Unternehmen bestimmte Informationen transparent bereitstellen. Im Nachhaltigkeitskontext betrifft das häufig Daten zu Umwelt, Sozialem, Governance, Risiken, Zielen und Maßnahmen.
Eine Ökobilanz bewertet die Umweltwirkungen eines Produkts, Prozesses oder einer Dienstleistung über definierte Lebenszyklusphasen hinweg. Sie wird häufig als Grundlage für Product Carbon Footprints oder Umweltproduktdeklarationen genutzt.
Ökologische Nachhaltigkeit beschreibt den verantwortungsvollen Umgang mit natürlichen Ressourcen und Umweltwirkungen. Dazu gehören Klimaschutz, Ressourcenschonung, Biodiversität, Energieeffizienz, Abfallvermeidung und Emissionsreduktion.
Omnibus bezeichnet im EU Kontext ein Gesetzgebungspaket, mit dem bestehende Nachhaltigkeitsvorgaben angepasst oder vereinfacht werden sollen. Betroffen sein können unter anderem Berichtspflichten, Lieferkettenanforderungen und Taxonomie Regelungen.
Organisationale Resilienz beschreibt die Fähigkeit eines Unternehmens, auf Veränderungen, Krisen und externe Belastungen handlungsfähig zu reagieren. Dazu gehören stabile Prozesse, klare Verantwortlichkeiten, Anpassungsfähigkeit und vorausschauendes Risikomanagement.
Das Paris Abkommen ist ein internationales Klimaschutzabkommen mit dem Ziel, die globale Erwärmung deutlich unter 2 Grad Celsius und möglichst auf 1,5 Grad Celsius zu begrenzen. Es bildet die Grundlage für viele nationale Klimaziele, Unternehmensstrategien und wissenschaftsbasierte Reduktionspfade.
PCF steht für Product Carbon Footprint und beschreibt die Treibhausgasemissionen eines Produkts über definierte Lebenszyklusphasen hinweg. Er wird häufig genutzt, wenn Kunden, Ausschreibungen oder Lieferketten konkrete Emissionsdaten zu Produkten verlangen.
Der Product Carbon Footprint beschreibt die Treibhausgasemissionen eines einzelnen Produkts. Je nach Zielsetzung werden Emissionen von der Rohstoffgewinnung bis zum Werkstor oder über den gesamten Lebenszyklus betrachtet.
Pflichtenmanagement beschreibt die strukturierte Erfassung, Bewertung und Umsetzung gesetzlicher, normativer oder interner Anforderungen. Es hilft Unternehmen, Verantwortlichkeiten, Fristen und Nachweise nachvollziehbar zu steuern.
PPWR steht für Packaging and Packaging Waste Regulation. Die EU Verpackungsverordnung enthält Anforderungen an Verpackungen und Verpackungsabfälle, unter anderem zu Recyclingfähigkeit, Rezyklatanteilen, Wiederverwendung und Kennzeichnung.
Primärdaten sind direkt im Unternehmen erhobene Daten. Bei einer CO2 Bilanz sind das zum Beispiel tatsächliche Energieverbräuche, Kraftstoffmengen, Produktionsdaten, Transportdaten oder Einkaufsinformationen.
Prozessmanagement beschreibt die systematische Gestaltung, Steuerung und Verbesserung von Abläufen im Unternehmen. Ziel ist es, Arbeitsschritte klar zu strukturieren, Schnittstellen zu verbessern und Effizienz sowie Qualität zu erhöhen.
Projektmanagement umfasst die Planung, Steuerung und Umsetzung zeitlich begrenzter Vorhaben. Dazu gehören Ziele, Ressourcen, Termine, Verantwortlichkeiten, Kommunikation und Risikosteuerung.
Ein Projektträger betreut Förderprogramme im Auftrag von Ministerien oder öffentlichen Stellen. Er prüft Anträge, begleitet Förderprojekte und kontrolliert Nachweise, Mittelabrufe und Verwendungsnachweise.
QNG steht für Qualitätssiegel Nachhaltiges Gebäude. Es ist ein staatliches Siegel für nachhaltige Gebäude in Deutschland und spielt vor allem bei Förderprogrammen und nachhaltigem Bauen eine wichtige Rolle.
Ein Rating ist eine Bewertung nach festgelegten Kriterien. Im Nachhaltigkeitskontext werden Unternehmen zum Beispiel anhand von ESG Kriterien, Klimadaten, Arbeitsbedingungen, Lieferketten oder Governance Strukturen bewertet.
Recycling beschreibt die Wiederaufbereitung von Materialien, damit sie erneut genutzt werden können. Ziel ist es, Abfälle zu reduzieren, Rohstoffe zu schonen und Stoffkreisläufe zu schließen.
Eine Reduktionsmaßnahme ist eine konkrete Maßnahme zur Verringerung von Emissionen, Ressourcenverbrauch oder anderen negativen Auswirkungen. Bei einer CO2 Bilanz werden Reduktionsmaßnahmen häufig aus den größten Emissionstreibern abgeleitet.
Ein Reduktionspfad beschreibt, wie Emissionen über einen bestimmten Zeitraum gesenkt werden sollen. Er verbindet Ausgangswerte, Zielwerte, Zwischenziele und Maßnahmen zu einer nachvollziehbaren Klimastrategie.
Regulatorik bezeichnet gesetzliche und behördliche Anforderungen, die Unternehmen einhalten müssen. Im Nachhaltigkeitsbereich betrifft das zum Beispiel Berichtspflichten, Umweltrecht, Arbeitsschutz, Lieferkettenanforderungen oder Energieeffizienz.
Resilienz beschreibt die Fähigkeit eines Unternehmens, auf Krisen, Veränderungen und externe Belastungen handlungsfähig zu reagieren. Dazu gehören stabile Prozesse, Anpassungsfähigkeit, klare Verantwortlichkeiten und vorausschauendes Risikomanagement.
Ressourcenverbrauch beschreibt den Einsatz natürlicher oder wirtschaftlicher Ressourcen wie Energie, Wasser, Rohstoffe, Materialien oder Fläche. Im Nachhaltigkeitsmanagement wird er analysiert, um Effizienzpotenziale zu erkennen und Umweltwirkungen zu reduzieren.
Risikomanagement beschreibt die systematische Identifikation, Bewertung und Steuerung von Risiken. Im Nachhaltigkeitskontext geht es unter anderem um Klima, Umwelt, Lieferketten, Arbeitsschutz, Compliance und Finanzierung.
Scope 1 umfasst direkte Treibhausgasemissionen aus Quellen, die ein Unternehmen selbst besitzt oder kontrolliert. Dazu gehören zum Beispiel eigene Heizungsanlagen, Produktionsanlagen oder Fahrzeuge.
Scope 2 umfasst indirekte Treibhausgasemissionen aus eingekaufter Energie. Dazu zählen vor allem Strom, Fernwärme, Dampf oder Kühlung, die ein Unternehmen nutzt.
Scope 3 umfasst weitere indirekte Treibhausgasemissionen entlang der Wertschöpfungskette. Dazu gehören zum Beispiel eingekaufte Waren, Transporte, Geschäftsreisen, Pendelwege, Nutzung verkaufter Produkte oder Entsorgung.
Die Science Based Targets Initiative unterstützt Unternehmen dabei, wissenschaftlich fundierte Klimaziele festzulegen. Grundlage dafür ist in der Regel eine belastbare CO2 Bilanz.
SDGs steht für Sustainable Development Goals. Die 17 Ziele für nachhaltige Entwicklung wurden von den Vereinten Nationen verabschiedet und geben einen globalen Orientierungsrahmen für ökologische, soziale und wirtschaftliche Nachhaltigkeit.
Sekundärdaten sind Daten, die nicht direkt im Unternehmen erhoben werden, sondern aus Datenbanken, Studien oder Durchschnittswerten stammen. Sie werden häufig genutzt, wenn keine Primärdaten verfügbar sind.
Sifa steht für Fachkraft für Arbeitssicherheit. Sie unterstützt Unternehmen bei der Umsetzung von Arbeitsschutz, Gefährdungsbeurteilungen, Unterweisungen und sicheren Arbeitsbedingungen.
Soziale Nachhaltigkeit beschreibt den verantwortungsvollen Umgang mit Menschen im Unternehmen und entlang der Wertschöpfungskette. Dazu gehören faire Arbeitsbedingungen, Arbeitssicherheit, Chancengleichheit, Weiterbildung, Gesundheit, Beteiligung und Menschenrechte.
Stakeholder sind Personen, Gruppen oder Organisationen, die von einem Unternehmen beeinflusst werden oder Einfluss auf das Unternehmen haben. Dazu gehören zum Beispiel Mitarbeitende, Kunden, Lieferanten, Banken, Behörden oder Eigentümer.
Eine Stakeholderanalyse identifiziert relevante Anspruchsgruppen eines Unternehmens und bewertet deren Erwartungen, Einfluss und Bedeutung. Sie wird häufig für Nachhaltigkeitsstrategien, Wesentlichkeitsanalysen und Berichterstattung genutzt.
Sustainable Finance beschreibt Finanzierungen und Investitionen, bei denen ökologische, soziale und Governance Kriterien berücksichtigt werden. Für Unternehmen wird das relevant, wenn Banken ESG Daten in Kreditentscheidungen einbeziehen.
Systemgrenzen legen fest, welche Standorte, Prozesse, Aktivitäten oder Emissionsquellen in eine Bilanz einbezogen werden. Sie sind entscheidend für Transparenz, Vergleichbarkeit und Nachvollziehbarkeit von CO2 Bilanzen.
Taxonomie bezeichnet ein Klassifikationssystem, mit dem wirtschaftliche Tätigkeiten nach bestimmten Kriterien eingeordnet werden. Im Nachhaltigkeitskontext ist meist die EU Taxonomie gemeint, die definiert, wann eine wirtschaftliche Aktivität als ökologisch nachhaltig gilt.
Eine THG Bilanz erfasst die Treibhausgasemissionen eines Unternehmens, Produkts oder Projekts. Sie berücksichtigt neben CO2 auch weitere Treibhausgase wie Methan oder Lachgas und weist diese in CO2 Äquivalenten aus.
THG Emissionen sind Emissionen von Treibhausgasen, die zur Erderwärmung beitragen. Dazu gehören unter anderem Kohlendioxid, Methan, Lachgas und fluorierte Gase.
Eine Transformationsstrategie beschreibt, wie ein Unternehmen grundlegende Veränderungen strukturiert plant und umsetzt. Im Nachhaltigkeitskontext geht es häufig um Klimaschutz, Energieeffizienz, neue Geschäftsmodelle, Organisation und langfristige Wettbewerbsfähigkeit.
Treibhausgase sind Gase, die Wärme in der Atmosphäre speichern und dadurch zur globalen Erwärmung beitragen. Zu den wichtigsten Treibhausgasen gehören Kohlendioxid, Methan, Lachgas und fluorierte Gase.
Das Treibhausgasprotokoll ist die deutsche Bezeichnung für das Greenhouse Gas Protocol. Es ist ein international anerkannter Standard zur Bilanzierung von Treibhausgasemissionen und definiert unter anderem Scope 1, Scope 2 und Scope 3.
Der Trickle Down Effekt beschreibt, dass Anforderungen großer Unternehmen an kleinere Unternehmen in der Lieferkette weitergegeben werden. Im Nachhaltigkeitskontext betrifft das zum Beispiel CO2 Daten, ESG Nachweise, EcoVadis Bewertungen, Nachhaltigkeitsberichte oder Lieferkettenanforderungen.
Ein Umweltaspekt ist ein Bestandteil einer Tätigkeit, eines Produkts oder einer Dienstleistung, der Auswirkungen auf die Umwelt haben kann. Beispiele sind Energieverbrauch, Abfall, Emissionen, Wasserverbrauch oder der Einsatz von Gefahrstoffen.
Umweltmanagement beschreibt die systematische Steuerung von Umweltaspekten in einem Unternehmen. Ziel ist es, Umweltwirkungen zu reduzieren, rechtliche Anforderungen einzuhalten und Umweltziele wirksam umzusetzen.
Ein Umweltmanagementsystem ist ein strukturierter Ansatz zur Planung, Umsetzung, Kontrolle und Verbesserung von Umweltleistungen. Häufig wird es nach ISO 14001 aufgebaut und für Audits oder Zertifizierungen genutzt.
Eine Umweltproduktdeklaration beschreibt die Umweltwirkungen eines Produkts auf Basis einer standardisierten Lebenszyklusanalyse. Sie wird häufig im Bauwesen genutzt und ist auch als Environmental Product Declaration bekannt.
Umweltrecht umfasst gesetzliche Anforderungen zum Schutz von Umwelt, Klima, Wasser, Boden, Luft und natürlichen Ressourcen. Für Unternehmen ist es relevant, um Pflichten, Genehmigungen und Nachweise rechtssicher zu erfüllen.
Ein Umweltrisiko beschreibt die Möglichkeit, dass Tätigkeiten, Produkte oder Prozesse negative Auswirkungen auf die Umwelt verursachen. Dazu gehören zum Beispiel Emissionen, Gewässerverunreinigungen, Abfälle, Gefahrstoffe oder Verstöße gegen Umweltauflagen.
Unternehmensnachfolge beschreibt die Übergabe eines Unternehmens an eine neue Führung oder neue Eigentümer. Sie umfasst Planung, Bewertung, Nachfolgesuche, Finanzierung, Übergabe und die Weiterentwicklung nach dem Übergang.
Unternehmensverantwortung beschreibt die Verantwortung eines Unternehmens für seine Auswirkungen auf Umwelt, Gesellschaft und Wirtschaft. Der Begriff umfasst soziale, ökologische und unternehmerische Aspekte und wird häufig im Kontext von Nachhaltigkeit und ESG verwendet.
Validierung bedeutet, dass ein geplanter Ansatz, eine Methode oder ein Projekt vor der Umsetzung geprüft wird. Im Unterschied zur Verifizierung bewertet sie nicht ein fertiges Ergebnis, sondern ob Vorgehen, Annahmen und Methodik geeignet sind.
Verifizierung bedeutet, dass eine bereits erstellte Bilanz, ein Bericht oder ein Nachweis durch eine unabhängige Stelle geprüft wird. Bei CO2 Bilanzen erhöht sie die Glaubwürdigkeit und Nachvollziehbarkeit gegenüber Kunden, Banken oder Berichtsnutzern.
Ein Verwendungsnachweis dokumentiert, wie bewilligte Fördermittel eingesetzt wurden. Er enthält in der Regel Kostenbelege, Zahlungsnachweise, Sachberichte und weitere Unterlagen für den Projektträger.
VSME steht für Voluntary Sustainability Reporting Standard for non-listed SMEs. Der Standard richtet sich an kleine und mittlere Unternehmen, die freiwillig Nachhaltigkeitsinformationen strukturiert berichten möchten.
Die Wertschöpfungskette umfasst alle Schritte, die zur Erstellung, Nutzung und Entsorgung eines Produkts oder einer Dienstleistung beitragen. Im Nachhaltigkeitskontext werden dabei zunehmend Emissionen, Lieferkettenrisiken, Ressourcenverbrauch und soziale Auswirkungen betrachtet.
Wesentlichkeit beschreibt, welche Themen für ein Unternehmen, seine Stakeholder oder seine Auswirkungen auf Umwelt und Gesellschaft besonders relevant sind. Sie ist die Grundlage für Priorisierung, Strategie und Nachhaltigkeitsberichterstattung.
Eine Wesentlichkeitsanalyse identifiziert und bewertet die Nachhaltigkeitsthemen, die für ein Unternehmen besonders relevant sind. Sie kann als einfache oder doppelte Wesentlichkeitsanalyse durchgeführt werden.
Whistleblowing bezeichnet das Melden von Missständen, Regelverstößen oder Risiken innerhalb einer Organisation. Unternehmen nutzen dafür häufig Hinweisgebersysteme, um Meldungen strukturiert und vertraulich zu bearbeiten.
Zero Waste beschreibt einen Ansatz, bei dem Abfälle möglichst vollständig vermieden, reduziert oder wiederverwendet werden sollen. Ziel ist es, Ressourcen im Kreislauf zu halten und Entsorgung durch bessere Planung, Wiederverwendung, Reparatur und Recycling zu minimieren.
Eine Zertifizierung bestätigt durch eine unabhängige Stelle, dass ein Managementsystem, Prozess, Produkt oder Nachweis bestimmte Anforderungen erfüllt. Typische Beispiele sind ISO 9001, ISO 14001, ISO 50001 oder ISO 27001.
Ein Zielsystem beschreibt die strukturierte Zusammenstellung von Zielen, Kennzahlen, Verantwortlichkeiten und Maßnahmen. Im Nachhaltigkeitsmanagement hilft es, Strategie, Umsetzung und Fortschrittskontrolle miteinander zu verbinden.
Ein Zuwendungsbescheid ist die formale Bewilligung einer Förderung durch eine Förderstelle. Er legt fest, welche Kosten gefördert werden, welche Auflagen gelten und welche Nachweise später erbracht werden müssen.